24. Januar 2005

(wenige) Bilder von Samstagabend...

So, der gute Partysamstag:

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Sönke, Benny und ich im Flurspiegel - Benny war an dem Abend sehr davon überzeugt, daß es nur Bilder von ihm gibt, wo er entweder einen Becher oder seinen Fotoapparat in der Hand hat...

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Um Mitternacht war dann ja plötzlich Geburtstag angesagt von Sönke... Bitte auch Beachtung für Helos "abstrait"-Top...

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Meine Getränkekreation des Abends: Vanilla-Coke-Gin! Schmeckt nach irgendwas, was einem der Arzt verschreibt, man es aber nicht nehmen mag weil es eklig ist - trotzdem gelang es mir, das Glas leerzukriegen, größtenteils weil ich zu allen Leuten meinte, sie sollen mal probieren...

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Haha, Flori guckt... verführerisch vielleicht... man weiß es nicht so genau...

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Umarmungsaction...

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Wenn man lange genug in Matzes CD-Kollektion herumstöbert findet man unter Umständen ziemlich interessante Sachen - dieses Roxette-Album zum Beispiel...

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Corinna-Standardverhaltensweise: einfach mal irgendwann nebenbei einpennen. In ihren Armen: Lucy, der Elch...

Jetzt im Nachherein fällt mir natürlich auf, daß ich ziemlich gezielt einmal mehr die am wenigsten aussagekräftigen Bilder genommen habe... Naja, hinterher gings dann noch ganz viel auf den Kiez und so mit dem Benny, wo auch noch jede Menge interessanter Dinge passierten, die aber nicht im Bilde dokumentiert wurden...

23. Januar 2005

DSL in Ammersbek - ein Ding der Unmöglichkeit?

Meine Eltern (bzw. eher mein Vater) wollten auch schon seit längerem Internet haben - umso größer war die Freude, als irgendwann ein freundlicher Mitarbeiter der kuscheligen Firma Versatel bei uns anrief, um uns mitzuteilen, daß jetzt DSL bei uns möglich wäre. Klasse, dachten meine Eltern, die bisher nicht über unseren Analog-Anschluss bei der gleichen Firma online gehen konnten und ließen sich die Vertragsunterlagen zuschicken. Die Formalitäten waren schnell erledigt. "In sechs Wochen haben sie Ihren Anschluss" schrieb (schön merken: schriftliche Zusagen sind ganz dolle gültig) man uns - und tatsächlich: drei Monate später wurde DSL bei uns aktiviert.
Splitter und Modem angeschlossen (die Versatel war so freundlich, uns sogar noch ein Modem mit Netzwerkanschluss zu geben und keins mit USB), die Verbindungsdaten eingegeben, auf "Verbinden" geklickt und... nichts! Die Lämpchen am Modem blinkten fröhlich herum und es kam keine Verbindung zustande. Kein Problem, dachte ich, der sowieso gerade da war um den ganzen Kram für meine Eltern anzuschließen, ich rufe einfach mal die Hotline an. Es war ein Donnerstagabend und ich war froher Dinge, noch am Wochenende alles beregelt zu bekommen. Die Hotline teilte mir mit, daß "alles überhaupt kein Problem sei", man bereits "ein Fehlerticket angelegt" hätte und "die Techniker sind darum kümmern und spätestens morgen Abend (also halt Freitag) alles funktioniert". Zufrieden schlief ich ein und träumte von funktionierenden DSL-Anschlüssen und davon, wie meine Eltern gemeinsam vor Papas iMac sitzen und sich die neuesten Musikvideos in atemberaubender Qualität ansehen und gleichzeitig mit mir über ICQ chatten.
Freitagabend funktionierte natürlich überhaupt nichts und ich rief gegen neun Uhr abends die 24-Stunden-Hotline an. "Ach so, nein, hier muss ein Fehler liegen, aber die Techniker sind am Wochenende gar nicht da, man kümmert sich dann umgehend Montag um Ihr Problem" - na prima. Ich fasse zusammen:

- nach einer Woche kein DSL
- erst sagt man mir, es würde morgen klappen
- dann heißt es, es gäbe einen Fehler, aber Techniker sind sowieso nicht da

Nun gut, also weiter mit dem Analoganschluss ins Netz. Am nächsten Wochenende - logischerweise kann ich wenn dann überhaupt nur am Wochenende mich bei meinen Eltern um den ganzen Kram kümmern, da sie technisch nicht so besonders versiert sind - versuchte ich es halt wieder. Obwohl man mir versichert hatte, daß man sich um alles kümmern sollte funktionierte jetzt - zwei Wochen nach offiziellem DSL-Start - immer noch nichts. Erneuter Anruf bei der Hotline: "Ja, wir haben hier ihre Ticketnummer aufgenommen und kümmern uns natürlich um alles" - "Das sagten Sie mir auch schon letzte Woche, wann geht es denn mal endlich los hier?" - "Öh, nächste Woche dann wohl". Und erst als ich die magischen Worte "Kündigung" und "Nichterfüllung eines rechtsgültigen Vertrages" in den Mund nahm war man etwas kooperativer und versicherte mir, mich SOFORT anzurufen, wenn alles klappen würde. Damit gab ich mich zufrieden...
In der Woche darauf rief ich bei der Hotline an, um mich zu erkundigen, ob nun alles in Ordnung wäre. "Ja, wir sehen hier, daß sie bereits über ihren Account online waren, es scheint alles zu klappen". Ich war natürlich erfreut, daß jetzt alles im Lot ist, ein wenig stutzig machte mich ein Anruf meiner Familie, daß trotz allem Internet noch nicht funktionieren würde. Aber das sollte ich ja am Wochenende überprüfen können...
Und sie sollten recht behalten, Internet funktionierte natürlich immer noch nicht. Inzwischen waren zwei volle Wochen vergangen, in denen wir zwar bezahlten (und zwar doppelt - fürs DSL und unseren immer noch aktiven Analog-Account, mit dem zumindest ich "irgendwie" online gehen kann) aber kein DSL für unser Geld bekamen...
Anruf bei der Hotline: "Also wir sehen hier doch, daß Sie online sind, warum rufen Sie denn an?" - "Weil ich über Ihren Analogzugang online bin, das müssten Sie doch eigentlich sehen?" - Im Folgenden stellte sich heraus, daß man bei der Technik dachte, unser Analoganschluss wäre das DSL weil sie die gleiche Benutzerkennung haben, weshalb sich natürlich KEIN Techniker um alles gekümmert hat und man mich auch NICHT angerufen hätte und man einfach dachte, alles wäre heil weil ja irgendwas hier funktionierte... Man versicherte mir, der Umstand, daß wir auch noch einen anderen Zugang bei der gleichen Firma habe würde notiert werden (schonmal toll, daß eine Telefongesellschaft sowas offenbar nicht weiß) und man würde sich selbstverständlich umgehend um alles kümmern, ganze Heerscharen von Technikern würden den ganzen Tag nichts anderes machen, als unser DSL zu überprüfen (oder so)...
Ich fasse zusätzlich zusammen:

- nach zwei bzw. drei Wochen kein DSL
- bei der Versatel wird man dauernd vertröstet
- währenddessen bezahlt man fröhlich weiter
- die Versatel hat keine Ahnung von ihren Kundendaten

Und schon wieder sollte eine Woche vergehen in der ich zwar nicht mehr wirklich darauf wartete, daß sich die Versatel nochmal melden würde, aber trotzdem probierte ich in meinem blinden Vertrauen einfach mal wieder aus, ob vielleicht DSL sich nun mal bequemen würde, mich mit seinem Funktionieren zu belohnen - natürlich nicht. Das war vorgestern und inzwischen waren schon etliche Wochen ins Land gezogen. Ein Anruf bei der Hotline brachte statt Klarheit mehr Verwirrung: "Ja, wir sehen hier, Ihr Kabel ist zu lang, wir garantieren perfekte Funktion bei einer Kabellänge bis 4,5 Kilometer und Ihres ist leider fünf lang" - das war natürlich mal eine tolle Neuigkeit für mich, erst rufen die bei uns an und sagen es funktioniert und ob wir nicht mal DSL haben möchten, worauf wir uns mit Router und WLAN-Karten ausrüsten (für insgesamt 300 Euro), dann sind erst keine Techniker da, dann vertrödelt man, daß wir auch noch einen Analogzugang haben und schließlich ist auf einmal das Kabel zu kurz, hui. Zu allem Überfluss versuchten die Hotlineleute dann das Problem auch noch auf mich und das Betriebssystem zu schieben (mein Lieblingssatz: "WLAN geht mit Mac nicht" - sauber!), allerdings war das auch nicht meine erste DSL-Installation weshalb ich rasch ihre Vorwürfe widerlegen konnte... Außerdem meinte ich auch immer wieder, daß es weder über WLAN noch mit dem normalen DSL Modem funktionieren würde. Auf jeden Fall soll ich morgen bei der Kundenhotline anrufen und da alles abklären, bin schon gespannt...
Erneute Zusammenfassung:

- nach vier Wochen immer noch kein DSL
- auf einmal ist das Kabel zu lang (hätte ja auch nicht früher auffallen können)
- der Mac ist schuld
- niemand fühlt sich verantwortlich und ich werde von Hotline zu Hotline geschickt

Na gut, insgesamt würde ich sagen, daß die Versatel ein ziemlicher Asiverein ist, wie es jetzt weitergeht kann ich natürlich nicht sagen, aber wenn das noch lange so bleibt werden wir tatsächlich zu einem anderen Anbieter überwechseln, denke ich...

Dinge, die mir tierisch auf den Geist gehen, heute: Massenmails

Meine Lieben,
wir Ihr sicher wisst gibt es Massenmails, in den allermeisten Fällen sind sie total unpersönlich, verschwenden Platz und sind auch so gut wie nie auch nur ein bißchen lustig...

Ich unteile sie in zwei Kategorien:

Kategorie eins: Die schickt-mich-weiter-sonst...-Massenmail. "Fwd: Re: FWD: Fwd: Bitte weiterleiten!!! Wichtig!!!!1!!!111" steht meistens im Betreff - was eigentlich so manchen Benutzer schonmal Böses vermuten und auf schnellstem Wege nach der Löschtaste suchen lassen sollte. Daß viele so nicht denken (als besonders anfälliges Beispiel für solche Untriebe picke ich einfach mal Maria heraus, die mir mit einer Beharrlichkeit sowas weiterleitet, die ihresgleichen sucht) sehe ich ungefähr alle drei Tage, wenn sich so ein Schriftstück einmal mehr an meinem Spamverdacht vorbeigemogelt hat. In der Regel geht es in ihnen um irgendwelchen konstruierten Schrott (Gratishandies, sterbende Kinder, Flutopfer, was halt gerade so an Großstadtlegenden herumgeistert), kombiniert mit der Bitte, die Mail an eine große Zahl von Leuten zu schicken, damit irgendwas tolles passiert (man kriegt das Gratishandy, das Kind wird gerettet, die Flut gestoppt, man findet die Liebe seines Lebens, bla...). Daß das Ganze natürlich hahnebüchener Stuss ist und man weder irgendwelchen Kindern das Leben rettet noch ein Gratishandy bekommt ist eigentlich ziemlich logisch - trotzdem hält sich der Kram beharrlich und verstopft Mailboxen in aller Welt - meine zum Beispiel...
Toll war die letzte Gratishandymail, in der es heißt die Firma Ericsson (die seit... ich weiß nicht... fünf Jahren? Sony Ericsson heißt) würde für umme Handies verteilen (das Modell, das genannt wurde wird darüber hinaus seit drei Jahren nicht mehr produziert) um damit Nokia zu schaden - Marketingtechnisch kompletter Müll, trotzdem kursiert das Ding seit Ewigkeiten... Daß man solche Mails auch hervorragend zum Verbreiten von Viren benutzen kann ist den meisten Leuten offenbar komplett unbekannt (falls Ihr keinen Mac benutzt, schafft Euch Virenscanner an, Ihr wärt überrascht, was Ihr da alles verschickt!)...

Die zweite Kategorie sind die nicht-lustigen Powerpointpräsentationen, die mit sehr viel Glück jemandem ein Lächeln in seinen grauen Büroarbeit zaubern - meist eine Ansammlung von irgendwelchen aus den Internet zusammengeklauten Bildern, gerne mit pseudounterhaltsamen Soundeffekten unterlegt... Die Dinger sind nicht nur nervig, weil sie existieren, sondern auch weil sie teilweise derbst groß sind - und auch in Zeiten von Breitbandanbindungen finde ich es nicht so wirklich prickelnd, erstmal drei Megabyte an Müll zugeschickt zu bekommen...

Naja, aufhören wird der Quatsch wahrscheinlich eh nie...

22. Januar 2005

die Ereignisse der letzten Tage im Schnelldurchlauf...

So, einmal ein Blog-Eintrag MIT Bildern, und OHNE Träume! (was in letzter Zeit schon eine ziemliche Seltenheit geworden ist - ich weiß nicht ob Besserung in Sicht ist, aber erstmal ist es ganz gut so...)

Mangels Zeit nämlich kurz ein paar Eindrücke der letzten Zeit:

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iPod-Parade in der Geschichtsvorlesung - der von Halina ist pink... PINK!!!!!!

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Nach ungefähr vier Stunden lernen, irgendwann spätnachts: Tobi spielt Mariokart (was glaube ich der Grund ist, weshalb es so viele Leute gibt, die am Studium scheitern - Mariokart ist böse!)

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Auf der anderen Straßenseite: Das Pimpmobile!

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Bei Möbelkraft: Ein Sitzsackhaufen... Wer Britta entdeckt hat gewonnen!

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Dann ist auch noch Mosi gestorben (ich formuliere beizeiten eine tragische Geschichte zu dem Thema), was unter anderem Dank der Bildzeitung (und dem Stern) in das Interesse der Weltöffentlichkeit gedrängt wurde - verdientermaßen! Mit Mosi hat die deutsche Schikeria einen ihrer ganz ganz Großen verloren...

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Morgens um fünf bei KFC - das kommt davon, wenn man sich eine Bravo kauft (und die darin enthaltenen Extras ausreizt) - die Mobiltelefone von Britta, Cora und mir sind für immer entstellt...

Okay, das wars jetzt fürs erste...

18. Januar 2005

schon wieder was zum Grübeln...

Eigentlich hatte ich ja vor, mal was anderes als dauernd verwirrende Träume zu posten, daher beginne ich mal mit Kea, wie sich versucht, ein Bier mit einem Bier zu öffnen:

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Das war bei der Party von Hauke... öh... vorletzte Woche glaube ich. Ich musste sehr viel Bier trinken weil Kea immer alle auf ungewöhnliche Weisen öffnen wollte - was ziemlich anstrengend war nach einer Zeit...

Nichtsdestotrotz hatte mein Gehirn sich letzte Nacht wieder was tolles für mich überlegt um mir einen miesen Schlaf zu bescheren:
Ich war in einer überdachten Stadt unterwegs, die über ziemlich viel Marmor und Gold verfügte und fast nur aus Banken bestand (die Häuser sahen alle sehr altstadtmässig aus, vielleicht wie in Lübeck, aber halt alles überdacht), ich war auch vielleicht in einer Bank drin und habe da irgendwas gemacht, sicher bin ich mir aber nicht gerade. Dan kam ich an einem Weltbild-Laden vorbei und bin reingegangen. Drinnen stand Bill Gates und ich habe mich mit ihm über Puzzle unterhalten, nichts gekauft und bin gegangen. Dann merkte ich, daß meine Schuhe weg waren. Ich schaute mich um und Bill Gates hatte sie in seinen Händen - was nur einen Schluss zuließ: Er hatte sie mir geklaut! Also ging ich rein in den Laden, sprang auf ihn zu... und SCHNITT! Plötzlich war ich im Krieg! Überall um mich herum Soldaten die rumschossen und russisch sprachen. Da lagen Leichen herum und es war total laut. Plötzlich leutete eine Glocke und alle gingen wieder auf ihre Startpositionen. Ich trabte mit der Gruppe, die vielleicht meine war zurück und konnte das Schlachtfeld überblicken: Es handelte sich um ein Quadrat mit vielleicht fünfhundert Metern Kantenlänge das an den Seiten höher war als innen. Auf der Mittelachse, die die beiden Parteien voneinander trennte standen drei Reihen großer Quader, die als Hindernisse oder Deckungen dienten. Auf jeden Fall ging die Glocke wieder los und alle stürmten wieder aufeinander los. Der Krieg hatte von neuem begonnen! Auch in dieser Runde fielen Schüsse die ganze Zeit und Soldaten landeten kopfüber im Schlamm. Es endete wie zuvor mit einem Glockengeläut. Noch einmal wurde eine Runde begonnen doch diesmal wurde ich offenbar verletzt. Ich sank zu Boden und hielt mir eine blutende Wunde am Bauch - vermutlich begann ich gerade zu sterben. Doch dann wachte ich auf...

Das war bisher mein schrecklichster Traum, aber man gewöhnt sich ja an alles...

Britta meinte auch schon zu mir, daß ich einfach nur komplett übermüdet wäre und deshalb so total verplant und vergesslich. Manchmal halluziniere ich auch... Verdammt...

11. Januar 2005

Kriege ich ab jetzt jede Nacht verwirrende Träume?

Eigentlich wollte ich mal wieder ein paar nette Bilder posten, aber dummerweise habe ich meine Kamera bei meinen Eltern liegen lassen weshalb es frühestens nächstes Wochenende neues Material geben wird... Naja...

Merkwürdiger Tag heute. Meine erste Vorlesung fiel aus, die zweite auch und zur dritten zu gehen hatte ich dann auch irgendwie nicht mehr so recht Lust, also noch nen Kaffee trinken gewesen mit zwei Kommolitoninnen und wieder nach hause - wo ich ungefähr zwei Stunden brauchte, um die Küche wieder in einen benutzbaren Zustand zu verwandeln... aber gut...

Mein Traum letzte Nacht war zwar nicht besonders irreal, aber irgendwie auch wieder skurril... Ich stand in einer Gegend die aussah wie eine Kreuzung aus dem London eines Romans von Charles Dickens und noch einem dieser pittoresken südfranzösischen Städchen, die, unangetastet von Kriegen und sonstigen Unbillen gerne mal Postkartenvorderseiten zieren (als Antithese hierzu möchte ich Euch die Serie "Boring Postcards", herausgegeben von Martin Parr und erschienen bei Phaidon Press, auf Amazon für ungefähr 8,50€ als Paperback ans Herz legen - dann wisst Ihr, wo Ihr bloß nie Urlaub machen solltet!)...
Jedenfalls stand ich da auf einer Seite einer Straße und gegenüber waren einige Schaufenster. Ich unterhielt mich mit einer anderen Person, der Stimme nach einer Frau, die ich aber nicht sehen konnte (also vermutlich über Telefon oder ICQ), die mir aber beschrieb, daß sie offenbar in der Nähe sei... auf jeden Fall nahm ich einen der Dartpfeile, die auf einmal vor mir auf dem Boden lagen und warf damit nach irgendeinem Gegenstand im Schaufenster - worauf jemand anderes, den ich nicht sehen konnte da diese Person anscheinend im toten Winkel oder hinter einer Ecke/Hauseingang war ebenfalls einen Dartpfeil auf den Gegenstand warf... Tja, und bevor ich meine Theorie, daß die Person, mit der ich mich vorher unterhalten hatte auch den zweiten Dartpfeil geschmissen hat überprüfen konnte wachte ich auf...

9. Januar 2005

morgen geht es wieder los...

Uni nämlich - wer mag mich aus meinem Motivationstief ziehen? Kommt nämlich irgendwie nicht gut, wirklich aufraffen kann ich mich nicht - und dabei muss ich noch in den nächsten zwei Wochen ein Referat und eine Unterrichtsvorbereitung schaffen, die bisher bloß halbfertig auf meinem virtuellem Schreibtisch herumliegen - hach... Dafür habe ich ein wenig für meine Klausuren gelernt...

Und geträumt habe ich auch mal wieder, ich hab keine Ahnung ob das vielleicht an den hohen Dosen von Wodka und Bier gelegen haben mag, die ich mir den gestrigen Abend verabreicht habe, aber es war irgendwie schlimm: Ich war ein alter Mann, so alt wie meine Eltern jetzt, sah nicht besonders gut vital aus oder in irgendeiner Weise interessant... Ein Einkaufszentrum oder Kaufhaus war da und... mein Sohn! Es war kein wirklich gutes Erlebnis für mich, da war ich nun, alt und vielleicht verlebt, wahrscheinlich mit einem beschissenem Job und einer nervigen Frau und hatte das Gefühl, irgendwas positives an meinen Sohn weitergeben zu müssen - was nicht ging da ich nichts positives wusste und wir auch noch in diesem verdammt anonymem Kaufhaus waren...
Also ich weiß nicht, was ich darüber denken soll, wahrscheinlich wollte mir mein Unterbewusstsein mitteilen, daß ich mich mal häufiger in meine Eltern reinversetzen, vielleicht mich auch zu mehr Ehrgeiz (im übrigen ein Vorsatz fürs neue Jahr) treiben sollte... wer weiß...

5. Januar 2005

okay, Silvester jetzt...

Nachdem ich von Ben auf die Schnelle "überredet" wurde, doch mal zu Jonathan nach Amsterdam zu reisen, ging es auch schon am 30.12. los...
Glücklicherweise hat Ben eines von diesen großen VW-Dingern, Sharan oder so (der mindestens 210 fahren kann *grunz*), wo ganz viele Leute auch auf längeren Reisen halbwegs komfortabel untergebracht werden können - was sich auch als relativ notwendig erwies angsichts der Tatsache, daß die von Bens Bruder prophezeiten "maximal vier Stunden Fahrzeit" doch um einiges zu überbieten waren...
So machten sich Lena, Jonathan (der überraschenderweise gerade bei seinen Eltern in Volksdorf war), Ben und ich auf gen Holland (noch im Glauben, Jonathan würde den Weg zu sich nach hause finden).
Abfahrt war um zehn Uhr morgens und als wir um eins kurz vor Hannover waren wussten wir, daß irgendwas falsch gelaufen sein musste. Ein netter Mann bei einer Tankstelle (einer Esso - wir waren immer auf der Suche nach Esso-Tankstellen, weil Ben da irgendwie umsonst tanken kann oder so) erklärte uns den simplen Weg: "Einfach wieder auf die A7, dann kommt so ein Autobahnkreuz, da fahrt ihr dann Richtung Osnabrück und schon seit Ihr so gut wie in Amsterdam" - toll. Schade natürlich, wenn das Kreuz ein Dreieck ist und man plötzlich wieder kurz vor Bremen ist... Also rauf auf irgendeine Bundesstraße und erstmal noch ein paar Stunden Richtung Osnabrück (komplett mit Treckern, reizvollen Atomkraftwerken, Staus und allem was dazugehört)...
Hier die Route:

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Pink ist der Hin-, grün der Rückweg (auf den ich weiter unten sicher nochmal eingehe...)

Immerhin kamen wir noch rechtzeitig an, um unsere Sachen in die Wohnung zu verladen und einen offenen Supermarkt (was nicht so schwer ist, da es in den Niederlanden keine gesetzlich geregelten Ladenöffnungszeiten gibt) zu finden... (Ben überraschte durch die Ankündigung, an zwei Tagen ein ganzes Glas Erdnussbutter verzehren zu wollen - leider hab ich mich auf einen dieser bescheuerten männlichen Imponierwettbewerbe eingelassen weshalb wir in nächster Zeit mal er ein Glas davon und ich ein gleich großes Glas Nutella zu verzehren versuchen werden...) Jonathan hatte unterdessen ein paar Stühle "gefunden" (ein gewisses Maß an Kriminalität gehört in Amsterdam einfach dazu - sollte ich noch lernen) und verlud sie freudestrahlend in den Kofferraum...

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Naja, Stühle kann man nie genug haben...
Zurück in der Wohnung (in der Dirk-irgendwas-Straat), die in einer Sozialwohnungsgegend liegt, die sich durch ihren hohen Anteil von Ausländern, Studenten und Arbeitslosen auszeichnet, also eigentlich ziemlich ghettomässig rüberkommen sollte - was überhaupt nicht der Fall ist, die Häuser sind schöner und die Straßen sauberer als alles, was ich aus Deutschland gewohnt bin... Die Architektur geht sogar so weit, daß ich sie ohne schlechtes Gewissen als "verspielt" (natürlich nur im Vergleich zu der Sozialbauarchitektur, die ich kenne) bezeichnen würde - mein Favorit war ein wellenförmiger Wohnkomplex der sich über einen Kanal schlängelte...
Die Wohnung ist auch cool, vier Leute wohnen da (normalerweise, alle hatten irgendwie gerade Freunde da weshalb wir zu zehnt da waren), ziemlich groß und mit der derbsten Wohnküche (42 Quadratmeter!), die ich jemals gesehen habe...

Nachdem wir schonmal zwei der Mitbewohner kennengelernt haben (Silvie aus Deutschland, die wirklich extrem hektisch ist, ich vermute sie trinkt zu viel Kaffee oder so, sowie Arnold den Holländer, der leider nicht so besonders gut Englisch und gar kein Deutsch sprechen konnte was die Kommunikation mit ihm nicht gerade einfach gestaltet, den dritten Mitbewohner, der verwirrenderweise auch Ben heisst sollten wir später irgendwo treffen) hatten wir das nächste Problem: die Beschaffung von fahrbaren Untersätzen...
Das Auto kam schonmal nicht in Frage da es so gut wie keine Parkplätze in Amsterdam gibt. Und da jeder weiß, daß es in Holland 20 Millionen Holländer aber 21 Millionen Fahrräder gibt brauchten wir natürlich auch welche. Tja, und wo kriegt man abends um neun noch ein Fahrrad her, wenn man es nicht klauen will? Richtig, man lässt klauen... Fahrradbeschaffung funktioniert nämlich da so: Leute (meistens Junkies) klauen Fahrräder und verkaufen sie dann teuer an Studenten (oder Touristen, oder irgendwen halt)... Ronny ist zwar kein Junkie aber irgendwie ein ziemlich stranger Typ - jedenfalls kannte Jonathan ihn irgendwo her (sein Mitbewohner, Ben, hatte mal irgendwann eine Dokumentation über fahrradklauende Leute - für die es auch einen extra Begriff gibt - in Amsterdam angefangen und dadurch einige von ihnen kennengelernt) und er war auch in der Lage, uns auch zu der Uhrzeit noch genügend Drahtesel zu beschaffen... Besonders vertrauenserweckend war die Sache allerdings nicht, allein schon deshalb, weil er noch in der Nacht an einem Rad eine Notreperatur durchführen musste (okay, dafür sollten sie nur fünf Euro das Stück kosten) - die Dinger wurden noch zu einer ziemlichen Plage für uns...
Trotzdem versuchten wir, in die Innenstadt zu kommen. Die Räder von Ben und Jonathan waren nach etwa zwei Minuten Fahrt kaputt weshalb Ben und Lena sowie Jonathan und ich uns eins teilen mussten (besonders Ben auf dem Damenmountainbike sah sehr skurril aus mit Lena hinten drauf) - aber irgendwie schafften wir dann doch noch die zehn Fahrradminuten ins Partyviertel.

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(das tolle Rad, mit dem Ben und Lena sich fortbewegen mussten)

Unser erster Anlaufpunkt war ein Coffeeshop namens Abraxas (laut Jonathan der beste), wo wir denn auch den anderen Ben trafen (mit dem ich wirklich erstaunlich viele Gemeinsamkeiten habe - es war schon fast erschreckend!). Naja, da waren wir jedenfalls eine geraume Zeit (öh... glaube ich) und sind dann vielleicht noch irgendwo auf eine andere Party gegangen. Jedenfalls versuchte Ben am Ende des Abends erfolglos, sein Fahrrad zu ersteigen, was denn so aussah:

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Wir schafften es irgendwie, uns darauf zu einigen, zu schieben, was Jonathan durch seinen unermüdlichen Optimismus ("ihr schafft das!") zu verhindern versuchte - allerdings musste auch er sich der Mehrheit beugen...
Nach einer halben Stunde hatte Ben dann aber schon wieder der Mut gepackt und er versuchte, zu fahren - was sogar erstaunlicherweise ganz gut ging. Leider bemerkte er in seinem jugendlichem Eifer nicht, daß der Schlauch nicht nur platt war sondern sich auch noch gelöst und um die Felge gewickelt hatte weshalb er recht aprupt zum Stillstand kam... Somit war nur noch eines der vier Räder wirklich einsatzbereit (meins, haha!). Jonathan war sehr erpicht darauf, die Räder noch in der Nacht zu reparieren (was uns anderen recht unmöglich erschien, da wir schon mit Basisfunktionen wie Laufen und nicht Überfahren werden arge Probleme hatten), aber dafür mussten sie natürlich erstmal nach hause gebracht werden... Zwei ließen sich noch schieben, eins musste getragen werden - womit Jonathan nach kurzer Diskussion zwischen Ben, Lena und mir als erstes auserkoren wurde (auf dem Weg ertappte ich mich mehrfach dabei, wie ich vollkommen triviale Dinge auf einmal total faszinierend fand, hmmm)...

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Zuhause angekommen waren die anderen auch gerade erst zurück von ihren Feiern und auch überhaupt nicht müde weshalb wir auch nochmal in allgemeine Feierstimmung verfielen...
Ben hingegen war auf einmal sehr angetan von einem dieser Glasfiber-Leuchte-Dinger, das der andere Ben zum Zwecke der allgemeinen Belustigung irgendwann mal erworben hatte und verbrachte längere Zeit damit, seinen Kopf zwischen die einzelnen Dinger zu stecken und ab und an Rückmeldung darüber zu geben, wie toll und atemberaubend denn das alles sei was er gerade erleben würde...

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Als wir anderen fertig waren mit Kennenlernen und... öh... feiern halt nahmen wir Ben das Leuchteding ab und gingen ins Bett...

Der Silvestermorgen begann für uns irgendwann um zwei Uhr nachmittags, wirklich aufgestanden waren die ersten dann so gegen vier. Das Wetter war grausam, Regen ohne Ende, so daß sich unsere ursprünglichen Pläne in die Stadt zu gehen sich recht schnell verflüchtigten... Also frühstückten wir und... nun... "glühten vor". Ben war ziemlich fertig vom vorherigen Abend weshalb er sich als Fahrer zu unserer Party nach Utrecht zur Verfügung stellte - was wir anderen extrem klasse fanden... Wir guckten "Requiem for a Dream", Teile von "Pumping Iron" (Ja, dem 70er-Bodybuilding-Film mit Arnie), schlürften Proteinmilchshakes und hörten Klezmer...
Der Abend kam schnell und als Jonathan, Lena und ich schon so richtig schön angeduselt waren und auch die anderen fünf bereit zur Abfahrt waren ging es los in Richtung Party...
Utrecht liegt ungefähr 40 Kilometer von Amsterdam entfernt und hätte irgendwer gewusst, wo die Feierlichkeit denn stattfindet hätten wir bestimmt nicht anderthalb Stunden gebraucht, um uns zurechtzufinden...

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(Jonathan und ein Stück von meiner Jacke)

Den nicht-Fahrern in Bens Auto war es jedoch recht egal, da Jonathan für eine größere Menge an Sachen wie Wein und Kaugummis mit Vanillegeschmack ("Dennis, meinst Du es wäre NOCH vanilliger, wenn wir drei auf einmal essen würden?") gesorgt hatte... Lena war es allerdings ein wenig unheimlich, daß wir plötzlich so begeistert von ein Paar Kaugummis waren, sie dachte es wären irgendwelche harten Drogen oder so, tsss...
Die Party selber glänzte durch ihre Location: Ein leerstehendes, dreistöckiges Bürogebäude, das sonst nur von ein paar Hausbesetzern bewohnt wurde (die leider auf unseren Erkundungstouren durchs Haus ein wenig sauer waren - "This is MY floor!" - und denen es hoffentlich nicht allzu viel ausmacht, daß wir ein paar Flachen Wein für den Eigenbedarf von ihnen geliehen haben, aber es waren vielleicht nur drei oder vier von den zweihundert Räumen bewohnt) macht schon ordentlich was her. Etwa hundert, hundertfünfzig Leute waren da, es gab Buffet mit viel Nudelsalat und so... Und kurz vor Mitternacht versammelten sich alle auf dem Dach um über die Dächer der europaweit am dichtesten bevölkerten Gegend das neue Jahr zu empfangen...

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(Ben vertreibt böse Geister mit der doppeltes-Leuchteding-wo-Kugeln-rauskommen-Taktik - Langzeitbelichtungen rocken!)

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(Flo [guckt etwas fertig], Britta, Jonathan [mit Alkohol in der Hand - Standardgeste] und ich glaube ich Stück Lena)

Gegen eins oder so haben wir uns dann ein wenig aus den Augen verloren. Ben, Lena, Jonathan und ich latschten ein wenig durch das Gebäude worauf Jonathan und ich plötzlich den Einfall hatten, uns doch mal ein wenig umzusehen - was Lena und Ben nicht so klasse fanden irgendwie und uns alleine ließen. Man kann natürlich nicht sagen, daß sie besonders viel verpasst hätten - aber so ein komplett leergeräumtes Gebäude, in dem trotzdem noch Strom und Wasser funktioniert hat schon etwas für sich. Einen dunklen Keller mit merkwürdigen Aktenschränken, den man nur über Wendeltreppen erreicht zum Beispiel, ein geräumtes Labor und verdammt viele verdammt kleine und auch einige größere Räume - wir waren zutiefst fasziniert!

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(Treppenhaus)

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(einer der zahlreichen Laborräume)

Nach unserem bestimmt anderthalbstündigem Streifzug durch die Eingeweide des Gebäudes trafen wir auch im Eingangsbereich auf Ben und Lena, die weiter wollten.

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(die Freude war groß als wir auf einige Kisten mit Schiefer drin stießen - Schiefer ist teuer! Aber auch schwer transportierbar, weshalb wir ihn lieber nur kurz in Szene setzten und ihn schließlich Leuten mit besseren Transportmöglichkeiten überließen...)

Doch vorerst galt es noch, uns einen Jugendtraum zu erfüllen - der etwas mit Feuerlöschern und riesigen Bisonstatuen aus Metall, die vor dem Gebäude stehen zu tun hatte... Leute, seid gewarnt, das Zeug, was aus Feuerlöschern rauskommt ist saukalt! Und als wir damit fertig waren, das Eisenrind einzuschäumen konnten wir auch guten Gewissens weiter nach Amsterdam - es war noch früh, irgendwas gegen drei und die Party noch nicht zuende!
Die Fahrt ging schnell, die Parkplatzsuche in der Stadt so rein gar nicht. Offenbar ist es ein großes Vergnügen für Holländer, an Silvester mit dem Auto herumzukurven...

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(Ben ist ein wenig genervt, einerseits von unserer überschwenglichen Heiterkeit, andererseits von dem Problem, keinen Parkplatz zu finden)

Schließlich hatten wir doch noch Glück und stiegen an der Herengracht aus...
Unser erster Halt war ein Coffeeshop namens Rokerij oder so... öh was immer auch Niederländisch für Räucherei ist, wo wir ein wenig Zeit totschlugen, da wir noch die anderen, den anderen Ben und zwei Mädels (die uns allerdings nicht besonders mochten - wir kamen zum Schluss, daß sie solche Leute sind, die zwar recht intelligent aber auch extrem stolz darauf sind sind während wir zwar auch ein nicht unerhebliches Maß an Intelligenz an den Tag legen, diese allerdings lieber dafür verwenden, klugzuscheißen und Schabernack zu treiben) irgendwo treffen wollten...

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(der Coffeeshop der heißt wie Räucherei auf Niederländisch oder so...)

Wir fanden einen komplett überteuerten Dönerladen namens "Mama" (haha!), wo wir unseren seit dem Coffeeshop doch recht gesteigerten Hunger zu stillen vermuteten... Jonathan und ich aßen köstlichen Dönerteller (für 7,50€, die ich Jonathan ausgelegt habe und die er mir wie mir gerade einfällt nicht wiedergegeben hat, grrr) und ich war auffällig lange auf der Toilette, weil ich ausgerechnet dann auf die Idee kam, Neujahrsgrüße mit meinem Mobiltelefon zu verschicken... Der andere Ben und ich unterhielten uns ziemlich lange über Produkte der Firma Adobe weil er da arbeitet und ich da Kunde bin und fanden uns ziemlich gut die ganze Zeit...

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(Jonathan und ich muffeln Döner - glücklicherweise ohne Blitz, eigentlich hatte ich hier auch ein Bild von einer wirklich extrem fertig aussehenden Lena platzieren wollen, was ich dann allerdings doch lieber gelassen habe - will ja nicht auf die Mütze kriegen *g*)

Danach waren wir vielleicht noch in einem anderen Coffeeshop dessen Name vielleicht etwas mit Dolphin zu tun hat, vielleicht aber auch nicht, jedenfalls saßen wir plötzlich zu siebt bei Ben im Auto und fuhren zurück Richtung Wohnung...
Ben stellte sich rigoros in die zweite Reihe ("Kein Problem, Alter. An Neujahr kontrolliert eh keiner, die haben viel wichtigeren Kram zu tun!") und wir staunten nicht schlecht, was in unserer Abwesenheit mit der Gegend passiert war:

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Zuvorkommende Jugendliche haben ziemlich viel geböllert was der andere Ben recht fassungslos bewundert...
Drinnen nahmen wir noch etwas zu uns und schauten "Delicatessen"... Irgendwie war ich allerdings der einzige, der das Ende mitbekommen hat und im Lichte der allerersten Sonnenstrahlen des neuen Jahres entschlummerte ich friedlich...

Das erste was ich vom neuen Jahr sah war das:

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Der andere Ben war tatsächlich so umsichtig, komplett bekleidet, sogar noch mit Schuhen an einzuschlafen weshalb er natürlich gleich partyfein war! Sehr praktisch! Allerdings war es auch irgendwie notwendig, da es schon irgendwie 15 Uhr war... Unser Frühstück sah so aus wie immer - entweder nichts oder eine Scheibe Brot mit wahlweise Erdnussbutter oder Schoko-Duo-Ersatz - wir entschieden also, in die Stadt zu fahren...

Trotz andauernder Reperaturversuche waren die Fahrräder immer noch nicht gebrauchsfertig, was in uns den Entschluss aufkeimen ließ, es mit dem von Jonathan verdammten Bussystem zu versuchen. Und da Jonathan noch nicht in der Lage war, Einspruch zu erheben (ein Mädel namens Joy, das eine halbe Stunde vorher aus seinem Zimmer kam und offenbar eine Kommolitonin von ihm ist gab uns zu verstehen, daß man ihn lieber nicht stören möge) schnappten wir uns den anderen Ben als Location-Guide und ließen uns zur nächsten Bushaltestelle geleiten...
Obwohl von Jonathan nicht gerade empfohlen gestaltete sich Busfahren doch erheblich streßfreier als Fahrradfahren (obgleich wir die Fahrräder anteilig mehr "bewegt" denn gefahren haben...) und wir kamen wohlbehalten nach etwa 20 Minuten am Hauptbahnhof (aka Centralstaation) an...
...wo Ben sofort seine Wirtschaftsjuraskills oder was auch immer benutze, um rauszufinden, wenn man denn zurückfahren kann.
Die nächsten paar Stunden latschten wir durch die Innenstadt (deprimierend: alle Geschäfte hatten logischerweise zu, Touristenkitsch und Drogen konnte man natürlich an jeder Ecke erwerben, aber halt nicht mal nach Klamotten ausschau halten oder so...

Hier mal ein paar nette Klischeebilder aus Amsterdam:

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Als der Hunger dann begann, enorm zu werden verzogen wir uns in ein All You Can Eat China Imbiß-Dings wo man in einer Stunde so viel futtern konnte wie man wollte - und zu meinem und Lenas Entsetzen konnte Ben wirklich jede Menge Nahrung in sich reinschaufeln (15 Hähnchenschenkel und Nudeln en masse)... Naja, der Junge muss halt groß und stark werden und alles...
Am Tisch fassten wir auch den Entschluss, am gleichen Abend noch gen Heimat aufzubrechen, da wir jetzt schon drohten extrem zu versacken...
Doch vorher wurde noch ein schicker Frittenmann von uns gesichtet:

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Er ist leider ordentlich emo, also hat er sich fast alle Gliedmaßen rausgerissen und sich aufgehängt... Sei's drum...
Die Rückkehr gestaltete sich dann allerdings ein wenig kompliziert - niemand hatte sich gemerkt, wie die Bushaltestelle wirklich hieß, weshalb wir plötzlich in einer komischen Gegend waren wo es unter anderem eine Kirche, die komplett von einem Bürogebäude überwuchert war gab. Ein freundlicher Busfahrer erkannte uns allerdings rasch als Touristen und wies uns den Weg zurück...

Der Abschied war kurz aber herzlich. Es war bereits kurz vor zehn Abends und wir wollten rasch los.
Ben hatte (mehr oder weniger überraschenderweise) ein Ticket fürs Falschparken bekommen ("Wird sowieso nicht nach Deutschland nachgeschickt") - 45€ sollte der Spaß kosten - mal gucken was draus wird, ich berichte...
Zuerst sollte Ben fahren und ich die Navigation übernehmen, Lena hielt sich ganz raus und schlief nach ungefähr einer halben Stunde auf dem Rücksitz ein.
Daß wir irgendwie falsch waren merkten wir dann erst, als wir die ersten Schilder Richtung Oberhausen lasen (zur ungefähren Illustration bitte die eingangs platzierte Karte angucken). Kurz im Gedächtnis gekramt merkten wir, daß Oberhausen im Ruhrpott lag und da wollten wir so rein gar nicht hin. Also erst eine Esso gesucht - in einem Ort namens Rees. Gab natürlich keine und die Leute die wir kurz nach Mitternacht beim Gassigehen störten waren zwar hilfsbereit, aber auch ratlos und extrem verwirrt - aber vielleicht habe ich mich auch nur merkwürdig ausgedrückt, hmm... Jedenfalls konnten wir eine Shell finden (bei der man nicht wusste, wo die nächste Esso ist weshalb wir da Benzin kaufen mussten, nun ja) und bei einigen koffeinhaltigen Drinks den weiteren Routenverlauf planen konnten.
Wir entschieden uns zu einem riskanten Bundesstraßenmanöver, das uns mit ein wenig Glück nach Münster und da auf die A1 nach Bremen und schließlich nach Hamburg bringen sollte... Klappte sogar fast ganz gut (meine Vorschläge, eine Freundin, die in der Nähe von Münster wohnt noch spontan um drei Uhr morgens zu besuchen wurden allerdings abgelehnt - auch von Lena die offenbar extra zu diesem Zweck aufgewacht war) und um halb fünf Uhr morgens kamen wir dann bei Ben an (wo ich auch übernachtete, weil ich irgendwie meinen Haustürschlüssel vergessen hatte, nun...).

Ja, insgesamt fand ich Amsterdam wirklich sehr sehr gelungen und ich will so schnell wie möglich wieder hin...

der erste verwirrende Traum für 2005...

Es geht wieder los!
Ich war bei der Arbeit. Und zwar habe ich in Stauseen die überfluteten Bäume abgesägt um die Waldbestände in der Gegend zu schonen (was schonmal interessant ist, da ich wohl sonst nie auf die Idee kommen würde, in einem Stausee herumzutauchen). Leider machte mir das nicht so viel Spaß und ich kam auf den Gedanken, mich umzubringen. Deshalb waren meine Eltern so nett, mir Selbstmordpillen zu kaufen (in der Packung waren zwei, eine mit Tx, eine mit Rx beschriftet - womit mal wieder mein Unterbewusstsein unter Beweis stellte, daß es nicht sehr erfinderisch ist - Tx und Rx stehen für ein- und ausgehende Datensätze am Computer, und davor habe ich den Abend vorher recht lange verbracht). Sie beschwerten sich aber über den hohen Preis von 59€ - ich meinte es wäre okay wenn man bedenkt, daß es doch sehr wirksame Selbstmordpillen sind. Außerdem gab es ein Desperados-Fanpaket dazu das aus zwei Flaschen und einem Poster bestand. Mutti war sofort begeistert...
Und gerade als ich die Pillen nehmen wollte bin ich aufgewacht...

4. Januar 2005

so, das war jetzt 2004...

Also nachdem 2003 ja eher nicht so das Spitzenjahr für mich war fand ich 2004 eigentlich recht lässig im Großen und Ganzen...

Die Ereignisse seit dem letzten Eintrag:
Weihnachten mit der Familie, hätte schlimmer werden können, war besser als ich es erwartet hätte aber auch nicht wirklich weihnachtlich... dann ein paar Tage abhängen... für ein paar Tage und über Silvester nach Amsterdam, ziemlich anstrengender Trip...

Also zu Silvester schreibe ich sicher noch ein paar Sachen, Uni fängt ja auch erst nächste Woche für mich wieder an, hehe...
Euch allen einen angenehmen Start ins neue Jahr und so, ich geh' ins Bett...