...ach, es ist immer wieder schön, eine freundliche Nachricht auf dem Anrufbeantworter zu finden...
Wie auch immer, hier die gewohnt konfuse Mischung aus unverständlichen Insidern und digitalem Bildmaterial aus verschiedenen Quellen...
Zuerst einmal ein ganz großes Lob an die schon eh bei vielen Menschen in Ungnade gefallene Musikindustrie. Die grandiose Idee, gegen die Betreiber von Internetseiten auf denen Songtexte, Noten oder Tabulaturen angeboten werden vozugehen halte ich für einen wunderbaren Schritt in die richtige Richtung. Nicht.
Aber okay, jedem das seine, allen anderen empfehle ich natürlich weiterhin, die Musik von Budenix (www.budenix.de) herunterzuladen - die ist zwar schlecht aber wenigstens gratis. Und die Texte kennen nichtmal die Bandmitglieder...
Nun ja, erst einmal etwas Werbung für einen wunderbaren Einzelhandelsbetrieb in meiner Wahlheimat, dem lauschigen Kiel (the boredom capital of the world); wer sich jemals gefragt hat, wo man bequem Elektrogroßgeräte und Fahrräder kaufen kann ohne den Ramsch aus dem Supermarkt ertragen zu müssen (besonders bei Fahrrädern ist das schon recht extrem was Plaza und Co. an Schund verkaufen...) findet diesen Laden in der Ringstraße:

Alles, was das Herz begehrt!
Nun ja, das Wochenende. Freitag war ich erstmal mit Franzi einkaufen, Inspirationen für Weihnachtsgeschenke sammeln (also zumindest sie, ich konnte mich bisher noch nicht dazu durchringen, wirklich irgendjemandem was zu schenken...). Dabei habe zumindest ich mich in ein Lexikon neuer lateinischer Begriffe verliebt...

...wobei ich immerhin noch weiß, daß Computer "instrumentum computatis" oder so heißt. Immerhin. Das nächste Immergutrocken habe ich ebenfalls durch den generösen Kauf einer Flasche Kakaos aus ebendiesem Hause mitfinanziert.

(Sachen unscharf zu fotografieren ist kein Anzeichen mangelnder Professionalität sondern zeugt davon wie verdammt arty ich bin...)
Abends wurde ich dann Zeuge einer Vorstellung der Feuerzangenbowle in der Uni. Den Film hatte ich noch nie gesehen und abgesehen von meiner nicht besonders positiven Meinung dem eher nationalsozialistisch eingestellten Herrn Rühmann (siehe hierzu das entsprechende Kapitel in Guido Knopps "History" - bitte keine Kommentare darüber, ich mag Guido Knopp auch nicht...) gegenüber fand ich das ganze äußerst unterhaltsam.

(ungefähr ein Viertel der in dem Audimax versammelten Studenten)
Okay, das kann auch daran gelegen haben, daß ich berauscht von Glühwein eventuelle Schwachstellen im Plot nicht ausfindig machen konnte. Nach zehn Sekunden Film mussten auch die Untertitel aktiviert werden da die Stimmung dermaßen am Überschwappen war - wie konnte man sowas bloß im präDVD-Zeitalter durchführen?

(viele Stundenten im Foyer des Audimax - einem architektonischen Wunder, denn egal wie viele Lampen man einschaltet und wie sehr die Sonne auch draußen scheint, es ist immer dunkel und deprimierend darin)
Im Anschluss gab es noch eine Party in einem der angrenzenden Unigebäude. Studentenfeierlichkeiten in Kiel funktionierten allerdings (leider) so: Man packt viel zu viele Leute in einen winzigen Raum und beschallt sie so lange mit absolut beschissener Fetenhits-Mucke bis jeder so viel Geld für Bier ausgegeben hat daß nichts mehr da ist und alle gehen. Ist also mit Vorsicht zu genießen das ganze...
Im Anschluss bin ich dann in meine Wohnung getorkelt (jedesmal eine lockere Dreiviertelstunde) und habe noch bis in die frühen Morgenstunden ein Video bearbeitet...
Samstag hieß es dann früh aufstehen (also um zwölf) weil ich rechtzeitig nach Hamburg wollte. Ins Auto gesetzt, Schlüssel gedreht, nichts. Die letzten zwei Wochen in denen ich meinen Wagen nicht bewegt habe scheinen die erst im Sommer gekaufte Batterie total leergelutscht zu haben - na klasse. Und weil ich verabredet war musste ich mit der Bahn in die Stadt fahren, was zwar nicht wirklich länger dauert aber um einiges teurer ist (dazu gleich mehr). Jedenfalls bin ich jetzt wohl gezwungen, mir ein Starthilfekabel zu kaufen und jemanden zu finden der so nett ist mir mal kurz etwas Spannung zu leihen...
Trotz allem schaffte ich es rechtzeitig nach Hamburg anzukommen und auch soweit alles zu beregeln...

(irgendwo in Altona - ein verschwommener Tunnel)
Abends waren wir dann alle erst auf dem Kiez (famose Tour über den Hamburger Berg) und anschließend im Deutschen Schauspielhaus (günstiger Eintritt dank des Umstandes daß zwei Türsteher es nicht schaffen, drei Türen zu bewachen) wo der Golden Pudel Club gerade sein elfjähriges Bestehen feierte (http://www.pudel.com/tour/ for further information). Dort konnte ich mich nachdem ich die Herren einige Jahre nicht gesehen hatte von der neuen eher elektrisch angehauchten Deichkindshow überzeugen, und das wenige was ich gesehen habe hat mir sehr sehr gut gefallen.

(wer auf diesem Bild Deichkind erkennen kann hat entweder sehr gute Augen oder einen an der Klatsche)
Dreieckige Hüte, eine groteske Darbietung und als offenbar einzig zugelassene Bühnenkleidung Hosen aus schwarzen Plastiktüten, alles dargeboten in den ehrwürdigen Hallen des Schauspielhauses vor einem tobenden Publikum - bizarr! Und genau sowas braucht Musik heutzutage.

(Clemens warnt vor Trickdiebstahl - vielen Dank!)
Anschließend sind wir noch bei adrettem Nieselwetter über den Kiez geschlendert haben eine Mahlzeit in einem schrecklichen Fastfoodladen zu uns genommen und während Sönke und ich um halb vier herum den Heimweg angetreten sind waren Clemens, Kathia und Lars noch hart genug, irgendeine andere Feierlichkeit aufzusuchen (hoffentlich die "500-Mann-Party beim dicken Björn" von der irgendwer noch vorher geschwärmt hatte)...
Der nächste Tag begann mit frühem Aufstehen - um zehn nämlich, eine ziemliche Qual... Während Sönke nach Ahrensburg fuhr machte ich mich auf den Weg nach Ammersbek wo ich noch etwas Kram abzuholen hatte (größtenteils Nahrung die Papa freundlicherweise und fern der wachsamen Augen meiner Mutter die mich gerne mal anruft um mir die Themenüberschrift auf den Mailbox zu sprechen) - mit dem öffentlichen Personennahverkehr, wodurch ich gut eine Stunde im trostlosen Hoisbüttel an der Bushaltestelle herumgammelte und da sämtliche Rekorde im Minigolf auf meinem Handy einstellte...

(Kann mir bitte irgendwer sagen, warum der dänische Supermarktriese Netto mit zwei sich augenscheinlich in der Kopulation befindlichen Hunden wirbt???)
Nachmittags war ich dann zum Lebkuchenhausbacken (schreibt man das in einem Wort?) bei Corinna und dem Babe in ihrer neuen Wohnung verabredet. Und die neue Wohnung ist mal... wow. Der Flur ist ungefähr so groß wie... öh... ein sehr großer Flur, alles chic mit dunklen Dielen, leider kein Altbau aber ziemlich groß halt.
Jedenfalls war Lebkuchenhausbacken und -basteln ziemlich erquicklich und ich kanns nur jedem empfehlen!

(Helo bastelt sich einen...)

(der Lebkuchentipi von Felix, Helo und Corinna... als besondere Features hat es ein Segel für den Antrieb im Weltraum und einen Grill auf dem sogar ein kleines Schwein lag)

(Staackis und Alex' Bungalow - komplett mit Pool und einem Pferd auf dem Dach)

(das Babe und ich haben einen Kriegsschauplatz gebastelt auf dem sitzende Lebkuchenhasen gegen stehende Lebkuchenhasen kämpfen - in Echt sieht alles natürlich viel viel besser aus. Wirklich!)
Anschließend habe ich mich dann auf den Weg zurück nach Kiel gemacht und schwupps - die Bahn hat die Preise übers Wochenende erhöht - statt 16,60 kostet die einfache Fahrt jetzt nunmehr 17,90 - juhuu. Ich kann nur jedem raten, nicht Bahn zu fahren, egal was passiert. Es ist schrecklich. Gräßlich. Man sitzt mit Asis zusammen die schreien und stinken, man teilt sich eine Toilette mit 250 besoffenen Fussballfans, man... naja, das kann noch länger so weitergehen. In Kiel angekommen durfte ich auch nordische Freundlichkeit in Reinkultur erleben, denn obwohl ich total dichtgepackt war mit einer großen Kiste, einem Rucksack und meiner Tasche ließ der Busfahrer trotzdem nicht locker und wollte meinen Fahrausweis sehen. Na spitze...
Das wars soweit.
Zum Abschluss noch ein Bild aus Bremen:

(ja, das ist Weihnachtsdeko!)