Jedenfalls war ich letztes Wochenende mit Clemens und Kathia beim Deichkindkonzert in Dresden (mehr oder weniger spontan nach einem "Was machst Du denn heute abend"-Anruf - was bedeutete einmal neun Stunden hin und nochmal neun Stunden zurückzufahren, aber es hat sich gelohnt, denke ich (selbst wenn nicht, ich würde es hier nicht schreiben um nicht wie ein Idiot auszusehen). Und hier ein paar Bilder von der Reise:

(der Bahnhof von Schwerin, für alle Freunde fehlender Briefmarken- und nichtfunktionierender Süssigkeitenautomaten ein Eldorado!)

(Apostropheskalation am Berliner Ostbahnhof)

(Serviervorschlag für eine gelungene Zugfahrt - das Teufelszeug)

(Kathia und Clemens im Zug... Ich glaube es war das letzte Teilstück vor Dresden weshalb alle schon wieder halbwegs glücklich aussahen...)

(in Dresden kam dann auch noch Lars [in bleu] dazu, der sich die grandiose Wochenendticketfahrt leider entgehen lassen wollte und es vorzog, seinen Bruder zu besuchen... gemeinsam machten wir uns auf den Weg zum sogenannten Washroom wo das Konzert stattfand)

(der Washroom - inwiefern französische Lichtinstallationskünstler mit der Beleuchtung zu tun hatten ist unklar, auf jeden Fall war er ziemlich blau...)

(gut ausgeleuchtete Dresdner - schlecht ausgeleuchtete Band. Note to self: Mach' den Blitz aus, Asi)

(Hüpfstöcke gehören definitiv zu einem nützlichen Accessoire auf jeder Showbühne)

(...etwas was auch für Skelettkostüme gilt - kann man die überhaupt erkennen? Ich hatte meine Kamera ja irgendwie ein paar Monate nicht startklar weshalb ich ein wenig aus der Übung geraten war)

(Dresscode: Mülltüte. Logischerweise leidet diese auch ein wenig...)

(als Deichkind hat man dann auch irgendwann nicht mehr so viel an...)

(zwischendurch: Kathias total zerschundene Füsse)

(yeah, Remmidemmizugabe)
Da Deichkind sowieso immer erst um frühestens eins (man muss sich ja auch ausschlafen und alles) anfangen zu spielen hat es auch nichts gemacht, daß wir erst kurz vor elf überhaupt in Dresden waren, gegen drei war das Konzert denn auch erstmal zuende und wir machten uns zu Fuss auf in die Wohnung von Lars' Bruder wo wir erstmal Wasser konsumierten und ein wenig rumsaßen...
Auf dem Weg dorthin guckten wir uns noch eine Kirche (deren Name mir leider entfallen ist, aber sie war außer Betrieb und nur spärlich beleuchtet) an beziehungsweise saßen davor:

Und noch ein Tipp für alle Dresdenreisenden. Im Bahnhof Dresden-Neustadt...

...gibt es, ausreichend wenig Reisende vorausgesetzt ein adrettes Echo.

(5:07 - mit dem ersten Zug gings wieder aus Dresden raus... schon beim ersten Umsteigen erwarteten uns stocbesoffene Fussballfans und jede Menge schwergepanzerte Polizei)

(irgendwann wurden Fussballfans und Menschen getrennt und in unterschiedliche Züge verfrachtet - unter den wachsamen Augen von Schulter an Schulter stehenden Polizeibeamten)
Ja, und um zwei Uhr nachmittags waren wir dann auch schon wieder zuhause - bzw. ich bei meinen Eltern, für ganz nach hause fahren fehlte mir dann doch noch die Energie...
So, das Konzert war jedenfalls grandios - kann ich nur jedem empfehlen, kein Zweifel. Deichkind machen ordentlich einen los... Es werden Sofas (Sofae?) auf der Bühne zerlegt, es gibt bizarre Kostüme, eigenwillige Interpretationen von Klassikern sowohl der Band als auch anderen (Bon Voyage, Taranthula in the Darkness, No Limits - huh?) und hübsche Lichteffekte (eine Schande daß die Band so viel Gage - oder überhaupt welche - verlangt, es wäre ein guter Aspirant für die Unkultur)...
Was mich aber nach diesem Wochenende sehr verwundert hat waren diese Fussballleute - warum kann die Tatsache, daß einige für Mannschaft A sind und andere für Mannschaft B für ein solch extremes Asigkeits- und Gewaltpotential sorgen, daß man ein Großaufgebot der Polizei benötigt um die beiden Gruppen auseinanderzuhalten? Warum können Fussballfans nicht ein wenig kultivierter sein - nicht einfach ganz neutral für den besseren sein? Es wird Zeit für eine Initiative - fürwahr...

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