27. März 2007

Andreas Eschbach war in Hannover und ich habe den Beweis! Außerdem: weitere Bilder von meinem Kurzurlaub!

Da ich meine eine noch ausstehende Klausur (ja, theoretisch studiere ich noch, auch wenn mein Arbeitgeber gerade anderer Meinung ist, aber ich vermute ich brauche gerade eher mehr Geld und Erfolg und einen vernünftigen Zeitplan als mehr Bildung) bestanden habe hat Claudi mir etwas ganz tolles geschenkt: Eine Lesung eines meiner Lieblingsautoren (mein liebster deutscher Autor und auf jeden Fall einer meiner Favoriten wenn es um Science-Fiction geht), Andreas Eschbach nämlich.

Und damit das Ambiente stimmt hatte es auch geschneit als wir letzten Donnerstag aufgewacht sind:

Vor dem Wetter flüchteten wir uns in die Innenstadt wo wir eigentlich hofften daß der Kleidermarkt offen haben würde damit ich mich mit neuen Kleidungsstücken für möglicherweise kommende Unkulturen hätte einkleiden können. Dem war leider nicht so. Stattdessen habe ich dieses Pinguinspraybild in der U-Bahn gemacht:


Ja, und Donnerstagabend war es denn auch schon soweit. In einer Buchhandlung in der Innenstadt hat Herr Eschbach (komplett mit schiefsitzender Brille und... adrettem Pullover) in all seiner Nerdigkeit aus seinem neuen Buch "Ausgebrannt" gelesen in dem es um die schwindenden Ölvorkommen geht (allerdings auf zumindest zum Teil wissenschaftlicher Basis weshalb man das Buch wohl als "Ökothriller" bezeichnen könnte - wenn man diesen Begriff mag. Was ich nicht tue). Im Anschluss hat er Fragen beantwortet (unter anderem dazu wie es sich so als Autor lebt und wie ätzend er die Prosiebenverfilmung von "Das Jesus Video" wirklich fand) und Bücher signiert. Meins auch. Und ein Foto habe ich von uns:


Ich habe mich leider nicht getraut, ihn anzufassen. Aber Claudi hat auch nicht schwäbisch mit ihm geredet. Hmmm... Jedenfalls ist er toll und Ihr müsst jetzt auch alle auf Lesungen von ihm gehen. Ja!

Im Anschluss waren wir an einem Ort namens Bierbörse, der in etwa so ist wie das inzwischen glaube ich nicht mehr existierende Wall Street in Hamburg. Da war ein finsterer Migrationshintergründler der Claudi fast verhauen hätte und ich wurde von einer Mutti angegraben. Besser gesagt von ihrer Freundin: "Tschuldigung?" - "Hmmm...?" - "Meine Freundin mag Dich kennenlernen..." - "..." *glotz* Und das war so eine Powermutti mit Pudelfrisur und mindestens vierzig Jahre alt und ich war extrem entsetzt und alles. Während ich diese Zeilen schreibe wippe ich vor und zurück.
Jedenfalls sind wir mit der Bahn zurückgefahren was Claudi und Danny tollomatisch fanden:


Genau wie dieser Herr in der Bahn. Ich glaube es war ein Kommolitone von Benny, jedenfalls hat er für uns getanzt.

Am nächsten Tag waren wir erst in einer Tierhandlung wo wir quasi Zooersatz hatten (Chamäle...onen? haben derbe lange Zungen!) und danach noch bei Poco, einer Art Asimöbelhaus, am ehesten vergleichbar mit Roller.

Claudi sitzt ein Möbelstück probe.

Ein neues Objektiv, eine Hose und eine Mütze hatte ich auch gefunden womit der Tatbestand des erfolgreichen Einkaufsbummels auch erfüllt war. Hurra.

Samstag sind wir in die Stadt gegangen. Auf dem Weg dorthin fiel uns auf daß der Fluss (Ihme? Leine?) über seine Ufer getreten war:



Zuerst wollten wir auf das Rathaus klettern. Womit klettern gleichbedeutend ist mit mit dem Fahrstuhl rauffahren.

Hier jedenfalls das Rathaus aus der Entfernung. Da oben kann man hin und runtergucken.

Ein Löwe ist in einen Sandsteinklotz gesprungen und da steckengeblieben. Kann passieren.

Architekturstudie/Schnappschuss

Wenn man jedenfalls zwei Euro bezahlt kann man ein Ticket auf die Kuppel erwerben. Man wartet ein bißchen in einer kleineren Menschenmenge (der Aufzug fasst immer nur fünf Personen) die offenbar gerne aus besonders vielen, besonders ätzenden Kindern zusammensetzt und wird schließlich in etwas eingelassen was für die Hannoveraner mindestens das vierzehnte Weltwunder ist - der Lift der die Form der Kuppel abfährt!

Hier der Blick innen im Fahrstuhl hoch. Er fährt krumm und schief!

Oben angekommen kommt man erst in einem größeren Raum ohne Fenster an der zur Sammlung der Touristen dient. In der Mitte gibt es eine Wendeltreppe die auf die unterste von insgesamt drei kleiner werdenden Plattformen führt von denen man einen tollen Blick auf Hannover und das Umland hat:

Der Maschsee!

Der Fernsehturm!

Das Landesmuseum!

Den einmaligen und grandiosen VW-Nutzfahrzeugeturm (der vorher der Fernsehturm war...)

Und das Rathaus kann man auch weiter angucken:



Auf die oberen Plattformen habe ich mich nicht heraufgetraut, aber von da kann man auch jede Menge Hannover sehen.


Diese zwei Bilder zeigen die Brennweite meines neuen Objektives. Das obere wurde mit 28mm, das untere mit 200mm einige Sekunden zeitversetzt aufgenommen.

Wenn man auf den Lift nach unten wartet (und sich dabei von Familienvätern vollpöbeln lässt dass man sich doch bitte beeilen soll) kann man dieses alte Fernsprechgerät entdecken sowie eine Unzahl Graffiti die vergangene Besucher hinterlassen haben:



Claudi im Rathaus.

Die nächsten drei Bilder zeigen die Aegidienkirche:




Die Oper. Es läuft gerade Hoffmanns Erzählungen.

Die Altstadt. Im Hintergrund die Marktkirche auf deren Turm sich unter anderem ein Davidsstern und ein umgedrehtes Pentagramm finden - WTF?

Am Sonntag ging es dann wieder Richtung Hamburg zurück.

Der Nutzfahrzeugeturm grüßt noch einmal bei der Fahrt aus Hannover heraus.

Der Hundertwasserbahnhof Uelzen. Toll.

2 Kommentare:

Claudi hat gesagt…

ich HAB schwäbisch geredet. ich hab gesagt "des isch gwies wahr" - ich schwör!

und der fluss ist die ihme. weil er fließt doch am ihmezentrum vorbei :unterwerfung:

Anonym hat gesagt…

Da komme ich nicht umhin doch glatt (auf schwäbisch mit weichem "doppel-d" pronaunziert), also da muss ich doch gladd den zweiten blog-kommentar meines lebens loswerden: "des bild(le) mit'm audor (nein, nicht "outdoor")von derra läsung, des isch derr dennis wie er laibt ond läbt, gell" - sehr schön getroffen.