Nun denn, auf zur Tat!
Nachdem das letzte Konzert nach zwei Liedern zu einer musikalischen Tragödie für Britta, Maren und mich sowie zu einer musikalischen für Anja wurde (siehe den entsprechenden Blog-Eintrag vom März) waren wir natürlich ganz schön gespannt darauf, wie es jetzt weitergehen sollte. Im März hieß es, die Killers würden "Anfang Juni" ein Ersatzkonzert spielen, daß es erst einen Monat später soweit war düfte logistische Gründe gehabt haben...
Da Anja leider nicht mitkonnte (wohl aber vorher noch mit uns in einer kleinen Imbissbude auf der Schanze das schärfste Thai-Essen aller Zeiten zu sich nehmen konnte) trafen wir uns mit Maren und schlenderten gemütlich zum schon Wochen vorher komplett ausverkauften Docks - offenbar hat die Band einiges an Popularität gewonnen, da hier doch noch ein paar Leute mehr reinpassen als ins Grünspan.
Von der Vorband, British Sea Power (offenbar ein ziemliches Phänomen auf der Insel, der NME überschlägt sich förmlich mit Lobhudeleien), haben wir leider nur noch ein Lied mitbekommen, schade eigentlich, denn alles was ich bis jetzt von ihnen gehört hatte klang ziemlich gut.

Dafür konnten wir noch dabei zugucken wie der Sänger von der Box sprang (über ein Meter - DAS ist Rock 'n Roll!) und die Band die aus Ahornranken bestehende Deko in ihre Bestandteile zerlegte - weshalb hinterher erstmal gefegt werden musste...

Ungefähr um kurz vor zehn betrat die Band die Bühne. Die Stimmung war weit entfernt von Ausgelassenheit, okay, die Killers sind nicht gerade eine Rumspringband, aber gegenüber dem letzten Mal doch etwas zurückhaltender. Das schien auch die Band gemerkt zu haben, denn danach wurde mit "Somebody Told Me" erstmal ein Gassenhauer ausgepackt um das mir-ist-alles-egal-ich-tanz-eh-nur-zur-Single-Volk nach vorne zu locken - hat auch funktioniert.

Allerdings war der ganze Zauber auch nach einer Dreiviertelstunde (gut, sie haben auch nur ein Album und zwei, drei gute B-Seiten) inklusive halbherziger Zugabe vorbei. Sänger Brandon Flowers machte nicht gerade den Eindruck vollster Konzentration, machte kaum Anstalten, irgendwas dem Publikum zu erzählen (und ich habe die Von Bondies gesehen - da war mehr Publikumsinteraktion als Musik - naja, fast) und stellte auch nur den Gitarristen vor, bevor er verschwand...
Insgesamt ließ das ganze in mir einen recht flauen Eindruck zurück und während die Killers ganz gewiss immer noch ziemlich oft bei mir rauf- und runtergespielt werden werde ich wohl keine allzu großen Bemühungen anstellen, sie nochmal live zu sehen... Da kann Flowers noch so oft als bestangezogenster Mann im Rockgeschäft bezeichnet werden - gestern war er ein Hampelmann in einem pinken Gehrock...

Aber mal schauen was als nächstes kommt...

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